Frank P. Meyer - Hammelzauber

Frank P. Meyer
Hammelzauber

»In der Nacht vom 14. auf den 15. September wurden in Primstal zwölf Straftaten begangen:
- eine Erpressung
- ein Diebstahl
- eine Sachbeschädigung
- eine versuchte Vergewaltigung
- eine schwere Körperverletzung
- ein ungeklärter Todesfall mit Leichenschändung
- eine Entführung
- ein Einbruch
- eine Verleumdung
- eine Brandstiftung
- und ein Fischfrevel
… sowie ein weiteres Verbrechen, von dem die Öfenntlichkeit nichts erfuhr.
Wie selbst ein kriminologischer Laie erkennt, handelte es
 sich bei den einzelnen Fällen um Straftaten verschiedener Schwere. Die Polizei hatte keine Ahnung, wie diese Taten zusammenhingen. Sie wussten nicht einmal, ob sie überhaupt zusammenhingen. Für Primstal, einen Ort, in dem normal nichts passiert, war es überraschend, dass in einer einzigen Nacht Straftaten im Stundentakt begangen wurden, auch wenn es sich dabei um die erste Nacht der Dorfkirmes handelte.«

Das Saarland in nicht allzu ferner Zukunft. Viele Jahre nach einer Kernschmelze im französischen Atomkraftwerk Cattenom sind weite Teile des Landes immer noch unbewohnbar. Aber ein Dorf bleibt stur und dort, wo es schon immer war: Primstal. Seine Bewohner erklären den Ort am Rand der Sperrzone zum gemütlichsten Wartesaal Gottes, in dem der Hammelzauber und das Rollatorrennen zur Dorfkirmes die Höhepunkte des Jahres markieren.
Doch in der ersten Kirmesnacht werden zwölf absonderliche Straftaten verübt. Die Saarbrücker Kommissarin Paula Lück muss vor Ort ermitteln, und der Einzige, der ihr dabei wirklich helfen kann, ist der alte Jus. Denn der weiß Bescheid, da können Sie in Primstal fragen, wen Sie wollen.
Frank P. Meyers Roman vermengt Science-Fiction, Krimi und Dorf-Groteske zu einer aberwitzigen Geschichte und so viel sei verraten: Für einige Bewohner des Dorfes, in dem normal nichts passiert, war der GAU noch eine der kleineren Katastrophen ihres Lebens.