Die Stubenfliege Leon Sumsa erwacht eines Morgens und findet sich in ein „ungeheures Wirbeltier“, also einen Menschen verwandelt. Der Löwe aus Kurt Tucholskys Satire „Der Löw ist los!“ mutiert zu einem Eisbären, der das hippe Berlin erkundet. Das Modell der Venus-Statue aus Prosper Mérimées Erzählung „La Venus d`Ille“ arbeitet als junge Sklavin in einem „Betrieb“, der verblüffende Parallelen zur heutigen Arbeitswelt aufweist. Die „Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege“ (Kleist) wird in die Zukunft verlegt, wo die letzten vier Menschen sich bekriegen. Ingeborg Bachmanns „Anrufung des großen Bären“ wird mit Lovecrafts Cthulhu-Mythos gekreuzt und heraus kommt ein Gedicht, das merkwürdig nach Gottfried Benn klingt.

 

Die Mutationen: Das sind 7 Geschichten und 1 Gedicht, denen jeweils ein klassischer Text  als Vorlage und Ausgangspunkt dient, von Rotkäppchen bis Virginia Woolf.

»Es war Tag der Offenen Tür im Berliner Zoo und ausgerechnet heute – vielleicht lag es ja am Joint, den er sich zur Feier des Tages mit Herrn Özgüntürk vom Raubtierhaus und Frau Süskind aus dem Sekretariat geteilt ha‑tte – vergaß Tierpfleger Pfleiderer, die Tür des Eisbärgeheges hinter sich abzuschließen.«

 Aus: »Der Bär ist da!«

 

ISBN 978-3-95602-213-5
220 Seiten, Paperback
20,00€
bereits erschienen

 


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