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 Inseln im sinkenden Licht

Der dritte Teil der Elsterbach-Trilogie 
 
» Wurzeln hielten einen fest, am Boden, hinderten am Fliegen, und waren, zumindest im Deutschland der Nachkriegszeit, braun, die ›Wurzeln allen Übels‹. In der Ungeduld des Aufbruchs und erstrebten Höhenflugs übersahen wir, dass es ohne Wurzeln keine stabile Gemeinschaft gibt.«
 
 
 

Literarische Spurensuche zwischen Straßburg und Kehl

 

Überall, wo Menschen, Nationen, Kultur- und Sprachräume durch einen Fluss voneinander getrennt sind, kommt den Brücken besondere Bedeutung zu – jenen aus Holz und Stein ebenso wie jenen aus Worten. Dies gilt insbesondere für den Rhein, diesen politisch, wirtschaftlich, in der Vergangenheit aber auch immer wieder militärisch so bedeutsamen Fluss, der als »natürliche Grenze« oft ideologisiert und romantisiert wurde.

»Ich möchte mich auf die Suche machen nach dem Wissen des 19-Jährigen, verhindern, dass sich immer tiefer in mir auslöscht, was ich vergessen habe. Ich möchte sprechen als Lernender und nicht als Lehrer.«

Deniz Utlu
Halten

»Je länger Susanna die Puppe betrachtete, desto mehr kam es ihr vor, als habe die seltsame Kunstfigur eine gewisse Ähnlichkeit mit ihr selbst. Ja, ohne Zweifel konnte sie in dem leblosen kleinen Ding ihre eigenen Züge wiederentdecken, nur unendlich winzig und von einer wächsernen Blässe.«

Klaus Klopschinskis märchenhafte Novelle steht ganz in der Tradition der Schauerliteratur des 18. und 19. Jahrhunderts.

 

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wie sähen wir aus
wären wir zu lange im wald geblieben
hätten zu lange im moos geschlafen uns
rinden über die blößen gezogen ins bemoost
verwachsen wie moder wie tanz in kopflosen
windwürfen die jahre beringt auf richtung
und lichtung verzichtet auf ziehen und
mahnen wir spürten den wald bis ins mark
gekrochen bäuchlings in rinde und schorf

Auf den täglichen Spaziergängen mit ihrem Hund entdeckt Ulrike Bail kulturelle Vernetzungen im Moos, symbolische Prozesse zwischen Orchideen und Pilzen und findet überraschende Wörter. Ihre Gedichte erkunden die vielfältigen Beziehungen zwischen Kultur und Natur –  filigran und klangvoll.

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